Karin's Blog

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Über den Blog

In diesem Blog halte ich das fest, was mir wichtig ist, aber nicht zu privat. Vorrang hat dabei sicher die Ausbildung meines Pferdes Prinz, sowie meine anderen Tiere, die Hennen, Katzen und Fische.

Kurs Cow Working und Garrocha

Krim und andere PferdePosted by Karin Sun, June 26, 2011 20:24:58

Der Kurs war schlicht Hammer. Die fünf Teilnehmerinnen waren alles schweizer Mädels, aber die Pferde deckten je ein Land ab: Araber, Friese, Schweizer und Französchisches Warmblut, Isländer und Alt-Oldenburger. Somit wäre auch bewiesen, dass man nicht nur mit rassigen PREs an der Garrocha Spass haben kann, und auch nicht nur mit Quarter Horses an den Rindern. Am Freitag gab es vormittags Theorie in Sachen Cow Work und nachmittags ging es an die Kühe. Ganz sachte bewegten wir die kleine Herde (ein Stier und sechs Rinder) dem Zaun entlang und versuchten, keins der Tiere ausbüchsen zu lassen und die Pferde an die Tiere zu gewöhnen, deren Geruch, Geräusche und Bewegungen. Die Pferde waren sehr viel gelassener als beim ersten Kurs letztes Jahr - man sah eindeutig, dass sie schon wussten, worin ihre Aufgabe bestand.

Am Samstag und Sonntag liess uns leider das Wetter etwas im Stich, es regnete immer wieder und die Kuhweide war einfach zu rutschig. Aber wir hatten ja noch die Garrochas! Wir übten also mit den Holzstangen in der Halle und in etwas trockeneren Stunden Seitengänge auf dem Sandviereck. Die vielseitige Fohlenweid-Analage in Bremgarten nutzen wir also erneut voll aus! Vormittags gabs jeweils eine kurze Theorie- und Frage/Antwort-Session, dann hiess es auch für die Pferde: Arbeiten. Hauptthema waren die für Garrocha und Cow Working wichtigen Seitengänge und Hinterhandwendungen. Gar nicht so einfach, ein Pferd richtig gebogen und gestellt auch nur im Schritt zu dirigieren, während einen ein Stier angrunzt oder man eine über 4m lange Holzstange in der einen Hand hält!

Am Montag war dann Petrus wieder etwas gnädiger. Wir verzichteten drum auf einen Theorieblock und wollten alle sofort zu den Kühen. Kurzes Aufwärmen und "testen" der Pferde am Boden, dann gleich ab in den Sattel. Die Aufgaben schienen einfach: Erst mal die ganze Herde wieder von A nach B dirigieren (dabei auch zwischen Fässern hindurch, durch Wasserstellen, über Baumstämme, etc.). Dann die Pferde zu fünft am Zaun ruhig halten, während der sechste Reiter mit seinem Pferd ganz ruhig und sachte zwischendurch reitet. Und die Krönung: fünf reiter halten die Herde in einer grosszügigen Ecke der Weide, während der sechste Reiter ein Rind aus der Herde raussortiert und von seiner Herde fernhält, also zwischen sich und den restlichen Reitern. Das alles klappte natürlich längst nicht immer - mal büchste eine Kuh aus, mal trottete die ganze Herde davon und mal wollte ein Pferd einfach nicht so schnell reagieren, wie wir es gerne hätten. Kurz: Wir waren mit unseren Pferden einfach noch ein wenig zu langsam. Dennoch: Man sah ganz deutlich, das beim Reiten mit der Garrocha und auch bei der Cow Work so einiges gegangen ist, was vor einem Jahr noch unmöglich gewesen wäre. Nicht zuletzt deshalb, weil diese Pferd-Reiter-Paare seither mit dem Abschluss des 3. Levels im Parelli-Programm den wichtigen Schritt in den Level 4 gemacht hatten und dort schon gut unterwegs sind. So wurde an der Garrocha erstmals auch Galopp geritten oder Figuren zu sechst ohne Kollision und schon ansehnlich synchron. Und auch mit den Rindern sah man Fortschritte, wie ein paar zügige, leichte Wendungen auf der Hinterhand, mehr Gefühl und Gehorsam am Schenkel und selbstbewusste, motivierte Pferde, die ganz nebenbei auch mal über einen Baumstamm sprangen oder eine Stufe des Talu erklommen.
Fazit: Beständige Erfolge trotz undbeständigem Wetter. Und viiiiiele Eindrücke, die es zu verarbeiten gilt, Ideen für den Alltag und Übungen für die Persönliche Parelli-Reise. Und an die Parelli-Einsteiger: Wer mit etwas Geduld und stetem Einsatz dranbleibt, wir im Parelli-Programm mit unglaublich viel Spass belohnt werden!! Keep it natural (and fun).